Publikation

Der ausstellungsbegleitende Band MEIN KAMERAD - DIE DIVA fokussiert das Theaterspiel an der Front und in Gefangenenlagern des Ersten Weltkriegs als kollektives Phänomen in traditionell männlich konnotierten Räumen.

Internationale und deutsche WissenschaftlerInnen beleuchten disziplinüberschreitend und quellenkritisch dieses Phänomen in dem vielbebilderten Sammelband.


Verzeichnis der Autorinnen und Autoren

Jason Crouthamel, PhD, ist Associate Professor für Geschichte an der Grand Valley State University in Grand Rapids, Michigan. Forschungsschwerpunkte: Sozial- und Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs, Traumageschichte, Erinnerung und Psychiatrie, Geschlechtergeschichte und Sexualität im Europa des 20. Jahrhunderts. Ausgewählte Publikationen: The Great War and German Memory: Society, Politics and Psychological Trauma, 1914 – 1945, Liverpool 2009; „Cross-Dressing for the Fatherland: Sexual Humor, Masculinity and German Soldiers in the First World War,” in: First World War Studies, Bd. 2, Heft 2, 2011, S. 195 – 215; An Intimate History of the Front: Masculinity, Sexuality and German Soldiers in the First World War, New York 2014.

Sascha Förster, M.A. im Fach Theaterwissenschaft, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Theaterwissenschaftlichen Sammlung der Universität zu Köln im SNF-Forschungsprojekt The Interior. Arts, Space, and Performance (Early Modern to Postmodern) (zus. m. der Universität Bern). Forschungsschwerpunkte: Imagination und Narration als theatrale Strategien, Wechselwirkungen von Erinnerungen, Geschichte/n und Theater, Dramaturgie ohne Drama, Queer Culture in Cologne. Ausgewählte Publikation: „so werden wir in der Tat in Frankenhausen ein thüringisches Bayreuth schaffen.“ Versprechungen, Gemeinschaften und Identitäten bei den Thomas-Müntzer-Festspielen 1931 in Bad Frankenhausen, Berlin: Gesellschaft für Theatergeschichte 2014.

Christoph Jahr, Dr. phil., ist Privatdozent am Institut für Geschichtswissenschaften der Humboldt-Universität zu Berlin. Forschungsschwerpunkte: Deutsch-britische Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts; Militärgeschichte; Stereotypen- und Antisemitismusforschung; Justizgeschichte; Wissenschaftsgeschichte der NS-Zeit. Ausgewählte Publikationen: Gewöhnliche Soldaten. Desertion und Deserteure im deutschen und britischen Heer 1914–1918, Göttingen 1998; Antisemitismus vor Gericht. Debatten über die juristische Ahndung judenfeindlicher Agitation in Deutschland (1879–1960), Frankfurt/Main 2011; Die Berliner Universität in der NS-Zeit, 2 Bde., Stuttgart 2005 (hg. zus. m. Rüdiger vom Bruch); Lager vor Auschwitz. Gewalt und Integration im 20. Jahrhundert, Berlin 2013 (hg. zus. m. Jens Thiel).

Julia Barbara Köhne, PD PD Dr. phil., arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin in einer DFG-Eigenen-Stelle zu Trauma-Translationen. Inszenierungen und Imaginationen in Film und Theorie am Institut für Kulturwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Forschungsschwerpunkte: Wissens- und Wissenschaftsgeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts, Kulturgeschichte und Populärkultur, Film- und Medienwissenschaft, Körper- und Geschlechtergeschichte. Ausgewählte Publikationen: Kriegshysteriker. Strategische Bilder und mediale Techniken militärpsychiatrischen Wissens, 1914–1920. Husum: Matthiesen 2009; (Köhne Hg.): Trauma und Film. Inszenierungen eines Nicht-Repräsentierbaren. Berlin: Kadmos 2013; (hg. zus. mit Klaudija Sabo, Aylin Basaran): Zooming IN and OUT. Produktionen des Politischen im neueren deutschsprachigen Dokumentarfilm. Wien: Mandelbaum 2013.

Eva Krivanec, Dr. phil., ist Humboldt Post-Doc Fellow am Institut für Deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin. 2006–2013 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin und Universitäts-Assistentin (Post-Doc) am Institut für Theater-, Film- und Medienwissenschaft der Universität Wien. Forschungsschwerpunkte: Theater im Ersten Weltkrieg, Theatergeschichte Europas im 19. und 20. Jahrhundert, Geschichte der Populärkultur, Metropolenkultur, Unterhaltungstheater, Moderne, Avant-Garde. Ausgewählte Publikationen: Kriegsbühnen. Theater im Ersten Weltkrieg. Bielefeld: transcript 2012; „War on Stage. Homefront Entertainments in European Metropoles 1914–1918“, in: Other Fronts, Other Wars? Hg. v. Barth-Scalmani, G./J. Bürgschwentner/M. Egger. Leiden: Brill 2014.

Britta Lange, PD Dr. phil., ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kulturwissenschaft der Humboldt-Universität zu Berlin. 2005–2007 war sie Postdoktorandin am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, 2008–2010 Lise-Meitner-Stipendiatin der Österreichischen Akademie der Wissenschaft. Forschungsschwerpunkte: Kultur- und Wissensgeschichte sowie Ästhetik des 19., 20. und 21. Jahrhunderts, Kolonialismus, frühe Ton- und Filmdokumente, Erster Weltkrieg. Ausgewählte Publikationen: Echt – Unecht – Lebensecht. Menschenbilder im Umlauf, Berlin: Kadmos Kulturverlag 2006; zusammen mit Margit Berner und Anette Hoffmann: Sensible Sammlungen. Aus dem anthropologischen Depot, Hamburg: philo fine arts 2011; Die Wiener Forschungen an Kriegsgefangenen 1915–1918. Anthropologische und ethnografische Verfahren im Lager, Wien: Verlag der Akademie der Wissenschaften 2013.

Peter W. Marx, Prof. Dr., ist Professor für Theater- und Medienwissenschaft am Institut für Medienkultur und Theater der Universität zu Köln sowie Direktor der Theaterwissenschaftlichen Sammlung. Forschungsschwerpunkte: Jüngere Theatergeschichte/Gegenwartstheater, Interkulturelle Studien, Shakespeare in Performance, Metropolitane Kultur. Ausgewählte Publikationen: Theater und kulturelle Erinnerung. Kultursemiotische Untersuchungen zu George Tabori, Tadeusz Kantor und Rina Yerushalmi, Tübingen: Francke 2003; Max Reinhardt. Vom bürgerlichen Theater zur metropolitanen Kultur, Tübingen: Francke 2006; Ein theatralisches Zeitalter. Bürgerliche Selbstinszenierungen um 1900, Tübingen: Francke 2008; (Hg.): Handbuch Drama, Stuttgart/Weimar: J. B. Metzler 2012; (Hg.): Hamlet-Handbuch, Stuttgart/Weimar: J. B. Metzler 2014.

Iris Rachamimov, Dr., unterrichtet am Department of History der Tel Aviv University Neuere Geschichte Mittel- und Osteuropas. 2008/09 war sie Stipendiatin des Stanford Humanities Center. Forschungsschwerpunkte: Geschichte der Habsburger Monarchie, Geschichte des Ersten Weltkriegs, Geschichte der Gefangenschaft, LGBT History (Geschichte der Lesben- und Schwulenbewegung sowie Transgenderforschung). Ausgewählte Publikationen: POWs and the Great War: Captivity on the Eastern Front. Bloomsbury Academic 2002; „The Disruptive Comforts of Drag: (Trans)Gender Performances among Prisoners of War in Russia, 1914–1920“, in: American Historical Review, April 2006, S. 362–382; “Camp Domesticity: Shifting Gender Boundaries in WWI Internment Camps”, in: Gillian C. Carr/H. Mytum (Hg.): Cultural Heritage and Prisoners of War: Creativity Behind Barbed Wire, London: Routledge, 2012, S. 291–305.

Anke Vetter, M.A. im Fach Kunstgeschichte ist freie Mitarbeiterin in Archiven und Museen, u. a. arbeitet sie in der Deutschen Kinemathek Berlin, dem Filmmuseum Potsdam, dem Schwulen Museum* Berlin. Sie war tätig als Kuratorin für die Ausstellungen: Auftrag Luftbrücke (1998) und Mutter Courage und ihre Kinder Eine Eifersuchtstragödie zwischen Wort und Bild (2009). Forschungsschwerpunkte: Theater- und Filmgeschichte. Publikationen: Rosas Rache: Filme und Tagebücher seit 1960. Berlin 2009; „Zwischen Farbe, Musik und Literatur: Von gescheiterten Brecht-Projekten und zweifelhaften Erfolgen“, in: Nachdenken über Wolfgang Staudte, hg. v. Michael Grisko, Siegen 2008, S. 85–100; „Bauhaus. Bühne. Film. Die Kostümbildnerin Ilse Fehling“, in: FilmGeschichte, hg. v. Filmmuseum Berlin – Deutsche Kinemathek. Berlin 2005, S. 33–40.